Sonnenladen für 29 Cent: dynamischer Tarif am Autohof Schwarmstedt

Sonnenladen für 29 Cent: dynamischer Tarif am Autohof Schwarmstedt

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Schwarmstedt in Buchholz (Aller)
Schwarmstedt in Buchholz (Aller)
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Sonnenladen für 29 Cent: dynamischer Tarif von Ladesonne am Autohof Schwarmstedt

Wir betreiben am Autohof Schwarmstedt in Buchholz (Aller), direkt an der A7 zwischen Hannover und Hamburg, einen Ladepark, dessen Ladepreis der eigenen Solarerzeugung folgt: Scheint die Sonne, kostet die Kilowattstunde 29 Cent. Möglich wird das durch eine 4,6-MWp-Freiflächensolaranlage nur 300 Meter vom Ladepark entfernt, deren Strom ohne Umweg über das öffentliche Netz in die Fahrzeuge fließt.

Dynamischer Sonnenladen-Tarif statt Festpreis

Der Ladetarif ist an die Solarerzeugung gekoppelt: Liefert der Solarpark genug Strom, zahlen Kundinnen und Kunden 29 Cent pro Kilowattstunde. Steht keine Eigenerzeugung zur Verfügung, orientiert sich der Preis dynamisch am Spotmarkt. Fließen beide Quellen gleichzeitig, wird ein anteiliger Mischpreis berechnet. Tagsüber liegt der Preis damit deutlich unter dem, was an Autobahn-Schnellladern üblich ist.

Wie an einer Tankstelle zeigt eine Preistafel bei der Einfahrt den aktuellen Ladepreis. Wer abbiegt, sieht also schon vorher, ob gerade die Sonne lädt.

Die ersten Betriebsmonate bestätigen das Konzept: An den Ladesäulen von Ladesonne stammen seit April über 70 Prozent der geladenen Energie direkt aus dem Solarpark. Auch an bewölkten Tagen kann dort tagsüber fast immer Solarstrom geladen werden. Zudem passt das Profil: An Autobahnstandorten wird gerade in den sonnenstarken Stunden besonders viel geladen.

Ein Netzanschluss, zwei Stromquellen, ein Preis

Die Grundlage für den dynamischen Tarif ist ein eichrechtskonformes Mess- und Abrechnungskonzept. Es schlüsselt die Strommengen viertelstündlich nach Solar- und Netzstrom auf, damit jede Kilowattstunde zum richtigen Preis abgerechnet wird. Kundinnen und Kunden sehen davon nur das Ergebnis: eine Zahl an der Preistafel.

Weil Erzeugung und Ladepunkte hinter demselben Netzverknüpfungspunkt liegen, kann der direkt geladene Solarstrom zudem bei der THG-Quote als erneuerbarer Strom angerechnet werden. Das bringt deutlich höhere Quotenerlöse als Netzstrom. Den restlichen Bedarf deckt Netzstrom über einen Stromliefervertrag. Überschüsse werden ins Netz eingespeist und über einen Direktvermarkter verkauft.

Modell für weitere Standorte und Betreiber

Hinter dem Konzept steht eine Kombination, die in der Branche selten ist: Ladesonne betreibt Ladeinfrastruktur und entwickelt Solarparks. So kann das Unternehmen die technischen und regulatorischen Fragen eines gemeinsamen Netzverknüpfungspunkts, des komplexen Messkonzepts und der Abrechnung von Solar- und Netzstrom aus einer Hand lösen.

Ladesonne sieht Schwarmstedt als übertragbares Modell: für bestehende Ladeparks ohne eigene Erzeugung ebenso wie für neue Standorte, die von Beginn an mit Solarpark geplant werden. Das Unternehmen betreibt eigene Ladeinfrastruktur, tritt aber auch als reiner Entwickler und Betreiber von Solarparks auf und beliefert Ladeparkbetreiber über langfristige Stromlieferverträge (PPA). Besonderes Potenzial sieht Ladesonne beim Laden von E-Lkw im Schwerlastverkehr, deren Energiebedarf um ein Vielfaches, über dem von E-Autos liegt.